Freiburger Institut für Theaterpädagogik

Modul 5

Ausbildungsumfang: (674 Unterrichtstunden)


WERKSTATT 1 | Kollegiale Beratung | 48 Ustd.

Dozentin: Sylvia Thurau

Das Verfahren der Kollegialen Beratung und Supervision, mit dessen Hilfe sich Berufsgruppen auf kompetente Weise Hilfe zur Selbsthilfe geben können, wenn Fragen oder Probleme in ihrem Arbeitsfeld auftreten.
Lernen des Settings und die Durchführung von kollegialen Beratungen. Regelmäßige Arbeitstreffen der Ausbildungsteilnehmer vor den Seminaren.


WERKSTATT 2 | Theatergeschichte | 16 Ustd.

Dozentin: Ingeborg Waldherr

In einem geschichtlich weit gespannten Bogen von 2000 Jahren wird die lebendige Geschichte des Theaters bis in unsere Gegenwart aufgezeigt. Die Vortragsreihe möchte konkreten Einblick in die Entwicklung von Theater und seine vielfältige Ausprägungen vermitteln als auch den engen Zusammenhang von Theater und Gesellschaft bzw. Politik verdeutlichen. Theaterbilder – Die Entwicklung des Theaters von der Antike bis zur Gegenwart Schwerpunkte bilden dabei vor allem: Die Griechische Antike, Shakespeare, Molière – mit Filmvorführung von Ariane Mnouchkines „Molière“ – Goldoni und die Commedia dell’ Arte, Theater des 18. – 20. Jahrhunderts, Brecht und Beckett, Theater nach 1945 bis in die Gegenwart.


WERKSTATT 3 | (Bühnen-) Clowns | 20 Ustd.

Dozent: Bernd Bosse

Kennenlernen von Clownsprinzipien, Arbeiten an einer Bühnenclownfigur, Schulung von Ensemble-Zusammenarbeit.
Wir erleben die Welt mit den Augen eines Clowns. Bei denen mit der roten Nase ist die Sache noch einigermaßen klar. Aber wie ist das bei denen ohne roten Nase – bei den Bühnenclowns, den tragischkomischen Figuren, die zum Beispiel die Filme eines Frederico Fellini oder das Theater eines Christoph Marthaler bevölkern?


WERKSTATT 4 | Projektmanagement | 16 Ustd.

Dozentin: Viola Sinn

Die Organisation von theaterpädagogischen Projekten nimmt in der Arbeit eines/r Spielleiters/in oft einen großen Raum ein. Am Beispiel des geplanten Theaterprojektes werden exemplarisch die Arbeitschritte zur Realisierung eines Projektes aufgezeigt und geplant; wie z.B. die Recherche und Akquise von Projektgeldern, Vereinbarungen mit Kooperationspartnern und nicht zu letzt die für jedes Projekt spezifische Öffentlichkeitsarbeit. und die Organisation der Rahmenbedingungen für theaterpädagogische Projekte.


WERKSTATT 5 | Szenisches Schreiben | 20 Ustd.

Dozentin: Sabine Altenburger

Die Entwicklung einer Folge von geschriebenen Szenen ausgehend von einem Bilderbuch oder von einer kleinen Geschichte. Wir entwickeln im Spiel den dramaturgischen Aufbau einer Szene, kreieren die Figuren, die diese Geschichte „braucht“. Wir bauen die Handlung sowie die einzelnen Situationen und schreiben die ersten Dialoge.


WERKSTATT 6 | Körper – Atem - Stimme | 20 Ustd.

Dozentin: Marlene Wenk

Entwicklung der sprachlichen Ausdrucksgestaltung
Einblick in die Stimmphysiologie
Praktische Erfahrungen mittels Übungseinheiten in den Bereichen:
Körperhaltung – Atmung – Abspannen, Zwerchfellübungen – Intentionalisierungsübungen – Artikulation – Stimme (Stimmsitz, Resonanz, Stütze)
Verbindung zu Text und Schauspiel (Gedichte, Lesetexte, Rollentexte)


WERKSTATT 7 | Theorien des Theaterspielens I - Postdramatisches Theater | 20 Ustd.

Dozentin: Bernd Bosse

Die Theaterpädagogik kommt an der Performance nicht mehr vorbei. Sie ist eine mittlerweile weit verbreitete Form der Präsentation im zeitgenössischen Theater. Zunehmend verlagert sich der Schwerpunkt theatraler Inszenierung von der referentiellen zur performativen Funktion, von der Mitteilung einer Botschaft von der Bühne auf die Darstellung einer Handlung auf der Bühne. Modernes Theater ist ohne Kenntnis des Performativen nicht zu verstehen. Darüber hinaus gibt das performative Theater der Theaterpädagogik neue Impulse.


WERKSTATT 8 | Theaterrezeption | 12 Ustd.

Dozent: Bernd Bosse

Entwicklung von Kriterien der Theaterrezeption. Erarbeiten eines Repertoires an Begrifflichkeiten, um eine Inszenierung beschreiben zu können. Gemeinsamer Besuch von ausgewählten Theaterstücken. Inszenierungskritik – ggf. mit Schauspielern und Theaterpädagogen des Theaters.


WERKSTATT 9 | Konflikte – spielerisch lösen nach Augusto Boal | 20 Ustd.

Dozentin: Uschi Famers

Ziel des Seminars ist ein erstes Kennenlernen der Methodenansätze Augusto Boals, in dem konkrete Konfliktsituationen in Szene gesetzt werden, um dann spielerisch nach Lösungen und ihren inneren und äußeren Widersprüchen zu suchen. In der abschließenden Reflektion des Erlebten wollen wir seine Methoden auf ihre Umsetzbarkeit in den Berufsalltag anschauen. Der brasilianische Theaterregisseur Augusto Boal hat spezielle Spiel-Techniken entwickelt, wie das Statuen - und Forumtheater und auch die Methoden aus dem „Regenbogen der Wünsche“, die sich besonders gut in der theaterpädagogischen Praxis bewährt haben. Konfliktbearbeitung, Zivilcourage, Training gegen Mobbing und jegliche Formen von Unterdrückungen lassen sich mit Boals speziellen Methoden seines „Theaters der Unterdrückten“ lebendig und mit viel Spiellust bearbeiten.


WERKSTATT 10 | Performatives Theater | 190 Ustd.

Dozent: Bernd Bosse

Durchführung eines theaterpädagogischen und/oder künstlerischen Theaterprojektes, eventuell unter Einbeziehung anderer Künste (wie Musik, Gesang, Choreografie, Tanz usw.) mit mehreren Präsentationen im (halb-)öffentlichen Raum. Die Entwicklung eines Konzeptes für ein Ensemble-Abschlussprojekt.
Das Projekt soll die während der gesamten Ausbildung erworbenen Kompetenzen der TeilnehmerInnen anwenden und in einem neuen Projekt an einem neuen Ort mit neuen künstlerischen und/oder theaterpädagogischen Ideen und Möglichkeiten umsetzen. Neue Formen der Präsentation („Performatives Theater“) werden erprobt.


WERKSTATT 11 | Figuration Mimeé | 20 Ustd.

Dozent: Günther Fortmeier

Die Methode der Figuration Mimeé bietet die Möglichkeit, in sehr kurzer Zeit humorvolle, verrückte, attraktive Geschichten oder Nummern auf die Bühne zu zaubern, wo Spieler wie Zuschauer gleichermaßen Spaß haben.
Das Ziel der Figuration Mimeé ist es, eine kleine Geschichte zu spielen, einen alltäglichen oder selbst erfundenen Ablauf. Dadurch, das alles „nur“ mit unseren Körpern gespielt, figuriert wird, entsteht eine eigenartige Verfremdung, die viel Komik in sich birgt.
Der Körper ist das Instrument, die Zutaten sind Fantasie und Spielfreude. Gegenstände, Dinge des Alltags, alles, was der Mensch jemals erfunden hat (Autos, Schiffe, Staubsauger, Putzlappen, Fenster, Türen, Zahnbürste, Seife, Stühle, Tische, ...) oder alles, was die Natur hervorbringt (Blumen, Bäume, Berge, Wasser, Luft, Feuer, Vulkane, Spinat, Elefanten, Flöhe, Haie.....), kann, soll, darf mit dem Körper oder mit Teilen davon dargestellt (figuriert) werden.
Aber nicht nur der Körper ist beteiligt, die ganzen Wesensanteile in uns spielen mit. Wie in einem Comic oder Zeichentrickfilm gebe ich den Gegenständen einen Charakter. Wir geben den Gegenständen „Seele“, spielen mit ihnen, machen sie lebendig und weben sie leichtfüßig in eine Spielhandlung ein.


WERKSTATT 12 | Kinder- und Jugendtheater | 20 Ustd.

Dozent: Bernd Bosse

Die TeilnehmerInnen reflektieren die besonderen Anforderungen an ein Theater für Kinder und Jugendliche.
Geschichte deutschen Kinder- und Jugendtheaters (KJT)
Überblick über das gegenwärtige KJT in Deutschland und in den Niederlanden
Ästhetische Formen des Kinder- und Jugendtheaters
Besuch einer Kinder- oder Jugendtheateraufführung und anschl. Reflexion
Theaterpädagogische Vor- und Nachbereitung von Aufführungen am KJT
Der Beruf des Theaterpädagogen am KJT


WERKSTATT 13 | Theorien des Theaterspielens II - Stanislawski / Brecht / Brook | 20 Ustd.

Dozent: Bernd Bosse

Vorstellung von drei maßgeblichen modernen Theaterkonzepten

Die Grundlagen des Stanislawski-Systems
Spielpraktisches Erproben grundlegender Elemente der Stanislawski-Methode
Bert Brecht und das epische Theater
Peter Brook und das Theater der Erfahrung


WERKSTATT 14 | Sprache und Präsentation | 20 Ustd.

Dozentin: Ingeborg Waldherr

Von Schauspielern lernen: Darsteller tauchen mit ihrem Körper, ihrer Sprache ins Spiel ein und können es gleichzeitig beobachten und gestalten.
Die TeilnehmerInnen erfahren, wie sie diese Technik der inneren Beteiligung und der gleichzeitigen Kontrolle auch für Ihre (berufliche) Präsentation nutzen können. Sie lernen Unsicherheiten zu überwinden und Ihr persönliches Repertoire der ganz persönlichen Darstellung durch diese Methoden zu erweitern.
Sie können Ihre rhetorischen Fähigkeiten weiter entwickeln, spielerisch den eigenen Auftritt proben und schauspielerische Techniken für Ihre Präsentation im Unternehmen oder in der Öffentlichkeit nutzen.


WERKSTATT 15 | Konzeptionen des Theaterspielens | 32 Ustd.

Öffentliche Präsentationen der Ausbildungsteilnehmer
Bernd Bosse / N.N.

Die TeilnehmerInnen stellen Zusammenhänge her zwischen ihren Kenntnissen und Praxiserfahrungen zu Themen zu Theorien und Konzeptionen der Theaterpädagogik und zu Themenbereichen aus den theoretischen Grundlagen des heutigen Theaters. Sie entwerfen beispielsweise Fragestellungen wie: „Was hat das Stanislawski-System mit Jeux Dramatiques zu tun?“ oder „Welche Konsequenzen ergeben sich für die Theaterpädagogik aus neueren Strömungen des postmodernen Theaters?“ und geben in individuellen Präsentationen Antworten auf ihr Forschungsthema. Gestaltung von praxisnahen Präsentationen (alleine oder zu zweit) in einer öffentlichen SpielRaum-Veranstaltung.
Einzelfeedback und Bewertung mit externem Prüfer.

Übergabe des Zertifikats Theaterpädagogin / Theaterpädagoge BuT.


nicht angeleitet | Praktikum | 180 Ustd.

Regieassistenz oder Praktikum an einem Theater oder einer theaterpädagogischen Institution


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